Hauzenberg Bis heute werden Hochzeiten gefeiert. Für das Fest – egal ob zivile oder kirchliche Trauung, wird monatelang alles bis ins kleinste Detail genauestens geplant. Welch eine Blamage, wenn dann plötzlich der Wein ausgeht. Genau das geschah bei einer Hochzeit in Kanaan.
Vom glücklichen Ende dieser besonderen Hochzeitsfeier berichtet die Bibel im Johannesevangelium. Damals, zurzeit Jesu, wurden Hochzeiten nicht nur einen Tag lang gefeiert, sondern eine ganze Woche lang. Gäste kamen von nah und fern, unter ihnen auch Jesus und Maria. Mit der biblischen Erzählung von der Hochzeit zu Kana setzten sich die Unterstufenklassen der Michael-Atzesberger-Schule im Rahmen des Religionsunterrichts im Monat Mai auseinander. Denn der Monat Mai steht bis heute im Zeichen der Marienverehrung und Marienfrömmigkeit.
Die Klasse 1 A hatte im Religionsunterricht beim Singspiel „Wenn Hochzeit ist, dann gibt es eine Feier“, solche Freude, dass daraus die Idee entstand, für die übrigen Unterstufenklassen und die SFK-Unterstufe eine kleine Maiandacht vorzubereiten und in diese das Spiellied einzubauen. Lisa und Benedikt schlüpften dabei in die Rolle des Brautpaars, dem der Wein ausging. Als Gäste des Hochzeitspaares reihten sich spontan auch die Schüler der 1. Klasse ein, um dem Brautpaar zu gratulieren. Die Dienerschaft stellten Emmanuel, Lea, Jakob, Sabrina Anna-Maria und Briella dar. Ruth gab den Dienern als Maria den Rat zu tun, was Jesus sagt. Armin forderte sodann als Solist in der Rolle des Jesus die Diener auf, die leeren Weinkrüge mit Wasser zu füllen. Schließlich offenbarte Jesus seine göttliche Herkunft, indem auf geheimnisvolle Weise aus Wasser Wein wurde und so das Hochzeitsfest Dank des Vertrauens von Maria in ihren Sohn ein glückliches Ende fand.
Um einen würdigen Rahmen für die Maiandacht zu schaffen, war die Aula feierlich mit einer Marienikone geschmückt. Das „Gegrüßet seist du Maria“ lernten die Schülerinnen und Schüler bereits im Religionsunterricht kennen, indem sie es nachzusprechen und mit dem Körper zu beten geübt hatten. Bei der Maiandacht wendeten sie es beim gemeinsamen Beten an. Die Fürbitten trugen Emmanuel, Joel und Johannes vor. Religionslehrerin und Schulseelsorgerin Elisabeth Pauli (Gitarre) und Studienrätin Barbara Sobtzick (Sopranflöte) umrahmten die Andacht musikalisch. Mit dem nigerianischen Lied „Chinneke“ (WGF 2026), das übersetzt „Gott ist meine Stärke“ heißt, wurde an das Magnificat Marias erinnert und gleichzeitig eine Brücke in das Heimatland einiger Schüler des Förderzentrums geschlagen.
Fotos: Petra Wieczorek
1 Benedikt und Lisa eröffnen gemeinsam mit Klassenleiterin Barbara Sobtzick das Singspiel.
2 (Von links) Joel und Anna-Maria gratulieren dem Brautpaar
3 Die Dienerschaft (Emmanuel, Lea, Jakob, Sabrina, Anna-Maria und Briella) tun, was Maria (Ruth) ihnen rät: Sie tun was Jesus (Armin) sagt und füllen die leeren Krüge mit Wein.
4 Die Dienerschaft (hier Emmanuel und Anna-Maria) freut sich über den glücklichen Ausgang des Hochzeitsfestes dank Marias Fürsprache und Jesu Hilfe.
5 Mit einem Tanz zum nigerianischen Lied „Chinneke“ wurde an das Magnificat Marias erinnert und gleichzeitig eine Brücke geschlagen in das Heimatland einiger Schüler des Förderzentrums.